06 Jan 2007

Im Herzen Australiens, die Sonne brennt!

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Sleeping Kangaroo

Sleeping Kangaroo

Wir haben fast eine Woche die Millionenstadt Sydney genossen, um jetzt wieder die Einsamkeit in der Wueste zu suchen. Dazu sind wir nach Alice Springs (genannt The Alice) geflogen. Alice Springs hoert sich nach einem schoenen Badeort an, doch weit gefehlt. Die als Relaisstation erbaute Stadt wuerde es heute wahrscheinlich nicht mehr geben, wenn sie nicht der Ausgangspunkt vieler Outback-Touristen waere. Von hier aus starten viele Touren zu der bekanntesten Sehenswuerdigkeit Australiens: Uluru oder besser bekannt als Ayers Rock. Auch wir wollten diesen verlorenen Felsen in mitten der australischen Wueste unbedingt sehen – schliesslich ziert er z.Z. auch als Hauptmotiv unsere Webseite.


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Die Entfernung Sydney – Alice Springs betraegt 3 Flugstunden. Man steigt bei sommerlichen Temperaturen ins klimatisierte Flugzeug und bei 42 Grad im Schatten, brennender Sonne und 0% Luftfeuchtigkeit wieder aus. Uebernachtet haben wir im Backpackers Hostel Annies Place und dort auch gleich eine 3 Tage Outback Tour gebucht. Das Hostel ist sehr gemuetlich und zum Glueck klimatisiert. Auch an die Millionen von paarungswuetiger Termiten, Spinnen, dicken Kaefern und einer Gottesanbeterin im Bad gewoehnt man sich bald. Diese lechzen in dem unwirklichen Klima natuerlich nach jedem Tropfen Wasser.

Alice Springs selbst ist ziemlich unspektakulaer. Es gibt ein paar Bars, z.B. Bojangles Saloon mit 24 Stunden live Uebertragung, aus dem wir unseren Familien zu Hause zugewunken haben, ein paar Einkaufslaeden und sogar ein Kino. 25% der Bevoelkerung sind Aborginies, es scheint so als ob einige davon arbeitslos und dem Alkohol verfallen sind. Eine Opal-Schmuck Verkauferin hat uns erzaehlt: „Alice Springs ist eine reiche Stadt, es hat Gold, Touristen und Aborginies“.

Um die Zeit bis zum Start unserer „Wuesten Ralley“ zu ueberbruecken, haben wir die Kangaroo Rescue Station besucht. Dort werden kleine Kanguru-Babys (Joeys) aus der Bauchtasche von ueberfahrenen Mama-Kangurus aufgezogen und anschliessend in die Freiheit entlassen. Solche Einrichtungen gibt es in fast jeder Stadt.
Danach haben wir uns Fahrraeder geliehen und eine Tour zum 10 km entfernten Desert Park gemacht. Dies sollte man nicht wie wir es getan haben ohne ausreichend Wasser machen. 42 Grad und keine Luftfeuchtigkeit sind doch tatsaechlich zu heiss und bei koerperlicher Anstrengung ohne Wasser dehydriert man ziemlich schnell. Also NIE ohne Wasser in die Wueste! Im Desert Park werden die unterschiedlichen Vegetationen und der darin lebenden Tiere der australischen Wueste sehr anschaulich erklaert. Besonders gefallen hat uns das Nocturnal House (Haus fuer nachtaktive Tiere).

Am Abend hat es dann geregnet. Und wenn es mal in der Wueste regnet, dann meistens kleine Hunde. In Alice Springs erlebt man Regen sehr selten, deswegen gibt es her auch den Spruch: „Wenn man den Todd River 3 mal ueberflutet sieht, dann ist man ein Einheimischer“. Einmal haben wir jetzt schon.

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